Gottesdienste Veranstaltungen Leitbild Pfarrgemeinderat Kirchenverwaltung FKKR Eine-Welt-Fairkauf
Geschichte Pfarrbrief Pfarrsprengel Seelsorger ehem. Seelsorger
Geschichte der Pfarrei Rosenkranzkönigin Neubiberg
 
Das heute dicht besiedelte südöstliche Stadtrandgebiet von München war noch um die Jahrhundertwende ausschließliches Waldland. 1911 begann die Erschließung entlang der Bahnlinie München-Kreuzstraße. Mit der Werbung "Kehre zurück zur Natur! Im Walde wirst du Ruhe finden" kamen immer mehr Siedler nach Neubiberg, "der zukünftigen Gartenstadt". Die ersten Siedler errichteten als geistigen Mittelpunkt bereits 1913 eine Mariensäule (Figur heute in der "Kapelle Maria im Walde"). Und schon 1921 konnte die Kapelle "Maria im Walde" geweiht werden; heute ist sie Gedächtniskirche für die Opfer der beiden Weltkriege. Am 1. Januar 1935 wurde die Expositur Neubiberg von der Mutterpfarrei St. Michael, Perlach losgelöst und in eine Kuratie (gewisse Selbständigkeit) umgewandelt - Pfarrkurat war Johann Keller (11.1.1894 - 7.12.1967).
 
Der anhaltende Siedlerzustrom machte es unausweichlich, neben einer mehrteiligen Schule auch ein größeres Gotteshaus zu errichten. Am 11. November 1928 weihte Michael Kardinal von Faulhaber die Kirche zu Ehren von Maria, der Rosenkranzkönigin, ein. Es ist ein einfacher, klar gegliederter, weiß verputzter Bau mit einer Gesamtlänge von 40 m (innen 22 m), einer Breite von 13,30 m (innen 11,20 m) und einem nordöstlich angeordneten, sehr flach gedeckten 21,50 m hohen Turm mit drei Stahlglocken. Die Pfarrkirche ist das Zentrum des Pfarrlebens.
 
1945 wurde die Kuratie Neubiberg zur Pfarrei Rosenkranzkönigin erhoben mit Albert Sickinger als Stadtpfarrer, der schon seit 1938 als Kurat in Neubiberg tätig war. Er wirkte hier nicht weniger als 28 Jahre bis zu seinem Tod am 4.11.1966. Sein Grab befindet sich auf dem neuerrichteten Friedhof in Neubiberg. Nicht nur wegen seiner vorbildlichen Haltung und Tätigkeit während des zweiten Weltkrieges, sondern vor allem durch fruchtbare, segensreiche Arbeit in den schweren Nachkriegsjahren bleibt sein Name mit der Kirchengemeinde Neubiberg für immer verbunden.
 
Sein Nachfolger war Stadtpfarrer Josef Schäfer (24.10.1929 - 21.08.1999; sein Grab befindet sich in München-Lochhausen), der bis 1979 die Pfarrei seelsorglich betreute. Bereits 1967 war Waldperlach als selbständige Kuratie St. Bruder Klaus ausgelöst worden; ein kleiner Teil dieses Münchner Stadtbezirks blieb jedoch bei der Pfarrei Neubiberg. 1969 wurde die Kirche Rosenkranzkönigin erweitert und gründlich renoviert. Der Innenraum erhielt wieder eine schlichte Ausgestaltung und es wurde möglich, die Gottesdienste nach der erneuerten Liturgie zu feiern. Herrn Stadtpfarrer Schäfer ist auch der Bau eines - für eine fruchtbare Pfarrarbeit heute unentbehrlichen - eigenen Pfarrheimes im Jahr 1975 zu verdanken. Er förderte das Pfarrleben in den verschiedenen Gruppen weiter.
Seit Oktober 1979 ist es Herr Pfarrer Siegfried Bleichner, der hier als Seelsorger eine Gemeinde von ca. 5500 Katholiken betreut.