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Neues von St. Antonius
Wie geht es weiter mit dem Heiligen Antonius? Am Donnerstag 18.03.2010 fand im Pfarrheim ein Infoabend zum Stand der bisherigen Überlegungen und zur weiteren Vorgehensweise statt. Dabei referierte Herr Dr. Hans Rohrmann vom Kunstreferat des Erzbischöflichen Ordinariates über das Leben und die Verehrung des Heiligen Antonius von Padua. Es wurde dabei deutlich, dass der Heilige aus dem 12. Jahrhundert anfangs vor allem als überaus wirkmächtiger Prediger, großer Mystiker und Freund der Armen ("Antonius-Brot") verehrt wurde. Das stets mit ihm dargestellte Jesuskind auf dem Arm erinnert an die mystische Schau des Gottessohnes. Die Zuschreibung als Patron der Vergesslichen ist ihm erst in der Volksfrömmigkeit späterer Jahrhunderte zugewachsen und durch eine Legende belegt. Grobentwurf der Künstlerin

Die Künstlerin Carola Heine stellte anschließend zwei in Ton modellierte Entwürfe vor. Die ca. 30 Anwesenden sprachen sich mehrheitlich für den dynamischeren Entwurf aus, der vor allem durch einen hinweisenden Gestus in Richtung Altar auffällt. Dieser Entwurf soll in der Größe des abhanden gekommenen Antonius (ca. 80 cm) in Nussbaumholz geschnitzt werden. Das Jesus Kind soll in Metall gegossen und versilbert der Figur in den Arm gelegt sein. Die Wahl des Materials greift beim Heiligen die Überlieferung eines Nussbaums als Predigt-Ort auf, das Jesus-Kind erhält durch die Versilberte Ausführung eine besondere Hervorhebung.
Nach Beschluss der Kirchenverwaltung soll die Arbeit der Künstlerin beginnen. Als voraussichtlicher Termin für die Aufstellung der neuen Figur ist der Festtag des Hl. Antonius am 13.06.2010 angestrebt. Dies ist ein Sonntag, ersten Überlegungen zufolge wird um 16.00 Uhr eine Andacht gefeiert und anschließend die Segnung vorgenommen. Gewiss werden auch die Künstlerin und der Vertreter des Kunstreferats zu Wort kommen, bevor sich ein gemütlicher Teil anschließt, bei günstiger Witterung auf dem Kirchplatz.
Erfreulicherweise sind schon - zum Teil vor längerer Zeit - einige Spenden eingegangen. So fehlt zur Deckung des Eigenanteils der Pfarrei nicht mehr all zu viel. Wenn sich noch ein paar Spender/innen finden, sind wir finanziell auf der "sicheren Seite" und der Realisierung steht nichts mehr im Weg.
Mit der nun angestrebten Neugestaltung erhält unsere Pfarrkirche nicht nur eine lange vermisste Figur zurück, sondern auch ein starkes Zeugnis lebendigen Glaubens in der hinweisenden Geste zu Evangelium und Eucharistie. Dass zudem noch den Vergesslichen geholfen sein möge, das ist die Dreingabe des "Schlamperl-Toni".